9. Teil: Wie funktioniert eine Kamera? – Die Technik

Herzlich Willkommen zurück bei der CEWE Fotoschule! Nachdem wir Ihnen alle gängigen Arten von Kameras vorgestellt haben, geht es ab heute an die Technik!

Als Foto-Neuling wird man häufig von fachchinesischen Wörtern erschlagen: ISO, Blende, Verschlusszeit,…  Aber was genau hat es damit auf sich und wie spielen diese Begriffe und Werte zusammen?

Die Blende

Die Blende bestimmt, wieviel Licht auf den Sensor fällt – sie regelt daher die Helligkeit und die Schärfe eines Bildes. In der Fotografie wird die Blende mit dem F-Wert angegeben (zB.: F1.8). Dieser F-Wert steht für die gewählte bzw. verfügbare Lichtstärke des Objektives. Generell gilt: Je offener die Blende (= kleinerer Wert), desto mehr Licht fällt auf den Sensor und desto größer ist die Tiefenunschärfe. Das bedeutet, dass bei einer Blende von F1.8 viel Licht auf den Kamerasensor fällt und nur ein kleiner Teil des Bildes scharf ist. Bei einer Blende von F16 ist die Blende sehr geschlossen, es fällt daher weniger Licht auf den Sensor, und größere Teile und Ebenen des Bildes sind scharf.

Die Blende regelt die Helligkeit und Tiefenschärfe eines Bildes

Die Verschlusszeit

Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Sensor belichtet wird. In der Regeln kann die Verschlusszeit sehr lange (zB.: mehrere Minuten in der Nachtfotografie) bis zu sehr kurz (zB.: 1/2000 Sekunde in der Sportfotografie) gewählt werden. Neben der Helligkeit kann durch die Verschlusszeit auch die Form und Darstellung von Objekten gestaltet werden: so werden bei einer längeren Verschlusszeit bewegte Objekte unscharf und bei einer kürzeren Verschlusszeit Objekte „eingefroren“ dargestellt (zB.: fließendes Wasser).

CEWE Verschlusszeit

Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Sensor belichtet wird

Der ISO-Wert

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors an. Je höher der ISO-Wert, desto empfindlicher ist der Sensor und desto mehr „rauscht“ das Bild – es wird körniger. Generell gilt: Wenn möglich sollte der ISO-Wert so gering wie möglich gehalten werden. Trotzdem kann der ISO-Wert helfen, bei schlechteren Lichtsituationen bessere Ergebnisse zu erzielen. Aber welcher ISO-Wert sollte gewählt werden? Das hängt mit der gewählten Blende, Verschlusszeit und mit dem Sensor zusammen. Als Faustregel gilt: Für die gängigen Hobby- und Semiprofessionellen Kameras sollte maximal ein ISO – Wert von 1600-3200 gewählt werden – ansonsten wird das Bild schnell unbrauchbar.

Zusatztipp: Stellen Sie zu Beginn den ISO-Wert auf „automatisch“. So können Sie sich voll und ganz mit der Wahl der Blende und Verschlusszeit beschäftigen. Wenn Sie sich mit diesen beiden Werten sicher fühlen, können Sie beginnen, den ISO-Wert miteinzubeziehen.

CEWE ISO-Wert

Der ISO – Wert regelt die Sensorempfindlichkeit

Probieren geht über Studieren! Schalten Sie Ihre Kamera in den manuellen Modus und beschäftigen Sie sich praktisch mit dem Zusammenspiel dieser drei Komponenten. Sie werden merken, wie schnell Sie ein Gefühl für die richtigen Einstellungen bekommen!

Nächste Woche stellen wir weitere Modi der Kamera vor – um Sie ideal für das Fotografieren vorzubereiten.

Sie haben Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen in den Kommentaren.

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