#15 Der Kameramodus – III. Die Blendenautomatik

Herzlich willkommen zurück bei der CEWE Fotoschule. In der aktuellen Reihe beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Kameramodi einer Kamera. Auch heute stellen wir Ihnen wieder einen Modus der Kamera vor: die Blendenautomatik.

Was genau ist die Blendenautomatik?

Die Blendenautomatik findet sich auf der Kamera mit der Bezeichnung „S, T, TV“ wieder. In diesem Modus wählt die Kamera die Blende automatisch. Das bedeutet, dass der Fotograf die gewünschte Verschlusszeit (und möglicherweise den ISO Wert) selber einstellt – die Kamera wählt die passende Blende, um eine ausreichende Belichtung zu erreichen.

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Die Blendenautomatik findet sich unter S,T oder TV wieder

Einsatzmöglichkeiten der Blendenautomatik

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Abendverkehr auf der Wiener Tangente – fotografiert mit einer Verschlusszeit von 2 Sekunden

Dieser Modus wird für verschiedene Gestaltungsaspekte genutzt. Durch fest gewählte Verschlusszeiten können (bewegte) Objekte scharf abgebildet werden. Eine ideale Möglichkeit, um Verwacklungen zu entgehen. Lange Verschlusszeiten ermöglichen es, Bewegungen unscharf abzubilden (zB. vorbeifahrende Autos werden verwischt abgebildet).

Herausforderungen des Blendenautomatikmodus

Wichtig ist und bleibt die Kontrolle der Verschlusszeit. Denn trotz kreativer Freiheit wird oftmals (versehentlich) eine zu lange Verschlusszeit gewählt – das Bild verwackelt und wird unscharf. Abhilfe schaffen hier zum einen ein höher gewählter ISO-Wert oder zum anderen ein Stativ. Notfalls können Sie die Kamera auch auf einen stabilen Untergrund platzieren.

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Nicht Verwackeln! Die Herausforderungen bei längeren Verschlusszeiten

Fazit

Die Blendenautomatik ist meist der Modus, welcher in den seltensten praktischen Bedingungen zum Einsatz kommt. Trotzdem ist es immer gut, die Funktionen der eigenen Kamera zu kennen – dann ist man in den passenden Momenten richtig vorbereitet.

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