13. Teil: Fotografieren mit dem Kameramodus I. Vollautomatikmodus

Willkommen zurück bei der CEWE Fotoschule! In den nächsten Wochen beleuchten wir die verschiedenen Kameramodi genauer, zeigen Einsatzmöglichkeiten und die Vor- und Nachteile genauer auf. Wir starten diese Reihe heute mit dem klassischen Vollautomatikmodus.

Was ist der Vollautomatikmodus der Kamera?

Nomen est Omen: Der Vollautomatikmodus stellt alle Parameter der Kamera (Blende, ISO-Zahl und Verschlusszeit) vollständig automatisch ein. Somit muss sich der Fotograf um keine Einstellungen kümmern, sondern kann einfach drauf losknipsen. Böse Zungen behaupten, ein Profi darf nicht vollautomatisch fotografieren. Ist da was dran?

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Das grüne Kästchen: Der Vollautomatische Modus ist nicht zu übersehen.

Was sind Einsatzmöglichkeiten und Vorteile?

Selbst Profis fotografieren vollautomatisch – denn manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Merken Sie sich zwei Faustregeln: Für Anfänger und in Situationen, in denen es schnell gehen muss, ist dieser Modus perfekt. Anfänger können sich dadurch ganz auf die Bildgestaltung konzentrieren und so Schritt für Schritt das Fotografieren erlernen. Profis verwenden vorallem den Modus in der „Streetphotography“, denn hier muss es schnell gehen.

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Hilfestellung für Fotoanfänger: Selbst der Blitz wird automatisch ausgeklappt.

Was sind die Nachteile des Vollautomatikmodus?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Würde der Vollautomatikmodus keine Nachteile haben, so wäre der Beruf Fotograf von fast jedem zu ergreifen. Denn leider können Sie das Bild oft nicht so beeinflussen, wie Sie es gerne hätte – die Software der Kamera errechnet und entscheidet maßgeblich die Einstellungen. So kann es passieren, dass Sie in einem Bild gerne Bewegungsunschärfe hätten (zB. ein vorbeifahrendes Auto), der Modus stellt aber die Verschlusszeit so kurz ein, dass alles eingefroren abgelichtet wird. Oder Sie wollen ein Portrait mit maximaler Tiefenunschärfe – die Kamera errechnet aber eine geschlossene Blende mit wenig Unschärfe.

Bewegungsunschärfe: Wenn es um die künstlerische Freiheit geht, ist man in dem Modus oft eingeschränkt.

Unser Fazit

Überlegen Sie in Ruhe, was für Sie das Richtige ist! Gerade zu Beginn kann der Vollautomatikmodus hilfreich sein und Sie können sich so auf die Bildgestaltung konzentrieren.

Zusatztipp: Egal ob Sie sich dafür oder dagegen entscheiden, packen Sie die Kamera immer in dem Modus in die Tasche zurück – denn wenn es einmal schnell gehen muss, können Sie jederzeit ein Foto machen – und niemand wird Sie dann verteufeln wenn Sie sagen „das Bild ist vollautomatisch entstanden“.

Was sind Ihre Erfahrungen und wie fotografieren Sie? Wir freuen uns über Ihre Berichte in den Kommentaren.

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